
Dem Schweizer Nationalteam ist der Auftakt zur WM in Deutschland geglückt. Das Team von Trainer Sean Simpson gewann in Mannheim das wichtige Startspiel gegen Lettland nach einem erfrischenden und überzeugenden Auftritt knapp mit 3:1.
Mit je einem frühen Tor im ersten und zweiten Drittel durch Andres Ambühl (3.) und Roman Josi (23.) lenkten die Schweizer die Partie in ihre Bahnen. Die offensiv stets gefährlichen Letten drehten im letzten Drittel aber noch einmal auf und erzielten durch Gints Meija den Anschlusstreffer. Dem Schlussansturm hielten die Schweizer aber dagegen; Martin Plüss erlöste die Schweizer zwei Sekunden vor dem Ende mit einem Treffer ins verlassene lettische Tor.
Die Schweiz überzeugte in ihrem ersten Ernstkampf unter Sean Simpson mit einem erfrischenden Offensivspiel. Wie vom Trainer erhofft, wahrten die Schweizer aber die defensive Stabilität. Und im Tor hielt Martin Gerber sein Team im Spiel, wenn die Letten mit schnellen Gegenstössen ihr Glück versuchten. Der Emmentaler bewies, dass er nach seiner Nackenverletzung definitiv wieder zurück ist. Wenn man den Schweizern etwas ankreiden will, war es die Chancenauswertung in den ersten beiden Dritteln.
Besonders zu gefallen wusste der nominell dritte Schweizer Block mit den Verteidigern Félicien Du Bois und Roman Josi sowie den Stürmern Damien Brunner, Andres Ambühl und Thibaut Monnet. Immer wieder erzeugte das Quintett Gefahr vor dem lettischen keeper Edgars Masalskis. Und es war auch kein Zufall, dass die ersten beiden Treffer auf das Konto dieser Formation gingen.
Nach nur 146 Sekunden würgte der nicht gerade als regelmässiger Skorer bekannte Andres Ambühl den Puck über die Linie, nachdem sich die Schweizer im lettischen Drittel hatten festsetzen können. Und nach 148 Sekunden im zweiten Abschnitt umkurvte das stürmende Verteidiger-Talent Roman Josi die gesamte Abwehr der Letten; mit einem satten Flachschuss aus der Drehung heraus erzielte der Berner im 20. Spiel seinen ersten Treffer im Dress des Nationalteams.
Dank dem Erfolg gegen die Letten stehen die Schweizer bereits mit einem Bein in der Zwischenrunde. Simpsons Team schuf sich zudem bereits eine ausgezeichnete Ausgangslage, um die Viertelfinals zu erreichen. Voraussetzung dafür ist ein Sieg gegen Italien, das vermeintlich schwächste Team in der Gruppe B. Auf den Aufsteiger trifft die Schweiz im nächsten Spiel am Montag.
Mit dem erfolgreichen WM-Auftakt nahmen die Schweizer auch erfolgreich Revanche für die 1:2-Niederlage nach Penaltyschiessen vor einem Jahr. Nicht zuletzt wegen dieser Niederlage hatten die Schweizer an der Heim-WM in Bern die angestrebten Viertelfinals verpasst. Auf der anderen Seite erreichte die Schweiz 2007 in Russland den Sprung unter die Top 8, nachdem sie im Startspiel die Balten 2:1 bezwungen hatten -- ein gutes Omen für den nun angelaufenen Titelkampf.
Schweiz - Lettland 3:1 (1:0, 1:0, 1:1)
SAP-Arena, Mannheim. -- 7089 Zuschauer. -- SR Laaksonen/Sterns (Fi/USA), Gemeinhardt/Kowert (De). -- Tore: 3. Ambühl (Damien Brunner, Monnet) 1:0. 23. Josi 2:0. 43. Meija (Stals, Jekabs Redlihs) 2:1. 60. (59:58) Martin Plüss 3:1 (ins leere Tor). -- Strafen: je 3mal 2 Minuten.
Schweiz: Martin Gerber; Seger, Julien Vauclair; Hirschi, Bezina; Du Bois, Josi; Helbling; Romano Lemm, Martin Plüss, Rüthemann; Déruns, Savary, Niederreiter; Damien Brunner, Ambühl, Monnet; Duca, Romy, Jenni.
Lettland: Masalskis; Rekis, Pujacs; Jerofejews, Galwins; Jekabs Redlihs, Sotnjeks; Jass; Cipulis, Wassiljews, Nisiwijs; Darsins, Zerins, Mikelis Redlihs; Stals, Pecura, Meija.
Bemerkungen: Schweiz ohne Stephan (Ersatztorhüter), Manzato (überzählig), Back, Geering, Trachsler, Björn Christen (alle nicht gemeldet). -- Timeouts: Schweiz (51.); Lettland (58:46). Lettland von 59:04 bis 59:58 ohne Torhüter. -- Schüsse: Schweiz 31 (14-11-6); Lettland 22 (5-5-12). -- Powerplay: Schweiz 0/3; Lettland 0/3.


