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Allgemein | 12.05.2010
Historischer Sieg gegen Kanada!

Historischer Schweizer Sieg an der WM in Deutschland: Das Team von Trainer Sean Simpson bezwang erstmals überhaupt an einer WM Kanada. Nach dem 4:1 gegen den Olympiasieger schliessen die Schweizer die Gruppe B überraschend im 1. Rang ab.

Die Schweizer Bilanz in Mannheim ist damit nach diesem Exploit weiterhin makellos. Nach Lettland (3:1) und Italien (3:0) mussten gegen die erneut überzeugenden Schweizer nun auch die Kanadier daran glauben. Die Schweiz zieht mit sechs Punkten in die Zwischenrunde ein und besitzt ausgezeichnete Chancen für den Einzug in die Viertelfinals. Letztmals hatten die Schweizer vor zwei Jahren in Québec die Vorrunde ungeschlagen überstanden.

Der Schweizer Sieg war nicht gestohlen. Die Kanadier besassen in der mit 12'500 Zuschauern ausverkauften SAP-Arena zwar optische Vorteile, die Schweizer jedoch die besseren Torchancen. Ivo Rüthemann, Martin Plüss, Andres Ambühl mit einem Kunstschuss von hinter dem Tor via Rücken von Kanadas Goalie Chris Mason sowie Thomas Déruns erzielten die Tore für die erneut überzeugenden Schweizer. Monnet und Ambühl hätten mit ihren ausgezeichneten Möglichkeiten bereits im Mitteldrittel alles klar machen können.

Eine Glanzleistung lieferte auch Torhüter Tobias Stephan mit 31 Paraden ab. Der Keeper von Genève-Servette erhielt den Vorzug gegenüber Martin Gerber, der die ersten beiden Partien gespielt hatte. Stephan musste sich einzig von Kanadas Jungstar John Tavares zum zwischenzeitlichen 1:2 (15.) bezwingen lassen.
Bislang hatte in der Schweizer Offensive praktisch einzig die Linie mit Damien Brunner, Andres Ambühl und Thibaut Monnet die Akzente gesetzt. Nun stellte Sean Simpson Thomas Déruns an die Seite des Berner Duos Martin Plüss/Ivo Rüthemann. Und die Massnahme zeigte prompt Wirkung: Das Trio erzielte drei der vier Treffer.

Als 20. Feldspieler hatte Simpson vor der Partie Morris Trachsler gemeldet. Und für den Genfer Center fiel Nino Niederreiter aus dem Team. Die erst 17-jährige Nachwuchshoffnung erhielt als 13. Stürmer keine Einsatzzeit.
Die erste Partie in der Zwischenrunde absolvieren die Schweizer am Samstag Abend. Der Gegner ist noch unbekannt, dürfte jedoch Schweden oder Norwegen heissen.

Kanada - Schweiz 1:4 (1:2, 0:1, 0:1)
SAP-Arena, Mannheim. -- 12 500 Zuschauer (ausverkauft). -- SR Laaksonen/Sterns (Fi/USA), Dedjulia/Terho (WRuss/Fi). -- Tore: 12. Rüthemann (Déruns, Martin Plüss) 0:1. 15. (14:03) Martin Plüss (Rüthemann, Déruns) 0:2. 15. (14:29) Tavares (Duchene, Ray Whitney) 1:2. 22. Ambühl (Romy, Josi) 1:3. 46. Déruns (Martin Plüss) 1:4. -- Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Kanada, 5mal 2 Minuten gegen die Schweiz.
Kanada: Mason; Cumiskey, Myers; Burns, Marc Staal; Giordano, Russell; Del Zotto, Beauchemin; Downie, Laich, Ott; Perry, Stamkos, Rene Bourque; Tavares, Duchene, Ray Whitney; Evander Kane, Peverley.
Schweiz: Tobias Stephan; Seger, Julien Vauclair; Hirschi, Bezina; Du Bois, Josi; Helbling; Déruns, Martin Plüss, Rüthemann; Damien Brunner, Ambühl, Monnet; Romano Lemm, Savary, Romy; Duca, Trachsler, Jenni.
Bemerkungen: Schweiz ohne Martin Gerber (Ersatztorhüter), Niederreiter (nicht eingesetzt), Manzato, Geering, Back und Björn Christen (alle überzählig). -- Schüsse: Kanada 32 (14-9-9); Schweiz 18 (6-5-7). -- Powerplay: Kanada 0/5; Schweiz 0/1.

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